Sommer 2017

Heimatliche Abendstimmung

 

Hart am Arensberger Walde,                            Tagesarbeit ist vollendet,

viele Meter über’m Meer,                                  Jung und Alt sehnt sich nach Ruh’,

liegt Kallenhardt, ein stiller Flecken,                 und dem heimatlichen Herde,

rings um eine Kuppe her.                                  streben sie ermüdet zu.

 

Droben auf des Berges Scheitel                       Horch, da tönt die Aveglocke,

steht das Kirchlein, altersgrau                          wundersam ist dieser Klang:

Aufgeführt in Quadersteinen                            Gruß der holden Gottesmutter,

ist der hohe, feste Bau                                     aus des Herzens tiefem Drang!

 

Ob im hellen Sonnenlichte                               Lichte Nebelstreifen sammeln

oder bei des Wetters Sturm                             drunten sich im Wiesental.

Kühn hinaus in weite Ferne                             Um das Gotteshaus da droben

grüßt der feine, schlanke Turm.                       spielt der letzte Sonnenstrahl.

 

Wenn herab vom Kahlen Asten                       Drinnen brennt die ew’ge Lampe

wehet laue Frühlingsluft,                                  vor dem Angesicht des Herrn,

lieblich auch vom Klosterbrunnen                    glüht in rosig-sanftem Lichte,

fächelt würz’ger Waldesduft.                            lieblich, gleich dem Abendstern.

 

Wenn im Lenz vom blauen Himmel                    Wie es fröhlich hüpft und knistert,

freundlich warm die Sonne glüht,                       dieses ewig-schöne Licht,

und in Feld- und Waldgemarkung                      das mit seinen milden Strahlen

alles wieder grünt und blüht.                              matt der Kirche dunkel bricht

 

Dan sind wundervolle Tage,                              Tausende der Ahnen knieten

heben den gesunk’ nen Mut,                             betend hier am Gnadenort.

Künden reichen Erntesegen,                             Krippe, Kreuz und Tabernakel,

und erfrischen krankes Blut.                              Alles ist vereinigt dort.

 

Abend ist es nun geworden,                              Draußen dämmert es nun stärker,

und geneigt hat sich der Tag.                            mählich wird es finstre Nacht,

Droben aus des Baumes Wipfel                         einer nur in seiner Güte

schallt der Amsel süßer Schlag.                         droben auf dem Berge wacht.

 

Und die lieben Vöglein alle                                Auf den waldbekränzten Höhen

singen nun ihr Nachtgebet,                               ruhet oft der frohe Blick.

Flöten, pfeifen, jubilieren,                                  Hart am Arensberger Walde

wenn die Sonne untergeht.                               Blüht der Heimat stilles Glück.

 

Friedrich Ernst

 


Bilder zum Beitrag

Suche

Kalender

«  
  »
M D M D F S S
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
 
 
 
 
 
Add to calendar

Pilgerwege - 3KLANG

kachelmannwetter.com