Rundgang durch Kallenhardt

Der Förderverein "Heimatpflege und traditionelles Brauchtum Kallenhardt" installierte im Jahre 2005 einen Rundgang durch den Ortskern, der auf Tafeln an markanten Punkten die Geschichte und Bedeutung Kallenhardt's erläutert.

Beginnend an der Bushaltestelle wird der Besucher durch den historischen Ortskern geführt. Der Rundweg dient als Information und Wegweiser durch den Ortskern, dabei erfährt der Gast geschichtliche, kulturelle und gesellschaftliche Eindrücke. Rundgang ÜbersichtskarteKallenhardt wird erstmals im Jahre 1072 urkundlich als Haupthof "Ostervelde" zum Kloster Grafschaft bei Schmallenberg gehörig erwähnt und besaß aus strategischen Gründen bis zum Niedergang des Herzogtums Westfalens und der Regentschaft des kurkölnischen Erzbischofs  bis  1802/03 Stadtrecht mit eigener Gerichtsbarkeit. Zunächst unter der Herrschaft Hessen-Darmstadt zum Kreis Brilon zugehörig, wurde Kallenhardt mit Übernahme Westfalens durch die Preußen dem Kreis Lippstadt angegliedert. Mit der kommunalen Neuordnung im Jahre 1975 verlor die Gemeinde ihre Eigenständigkeit und gehört seither zur Stadt Rüthen im Kreis Soest. Kallenhardt beherbergt etwa 1750 Einwohner, verfügt über ein reges Vereinsleben  und bietet dem Besucher eine Fülle von Wander- und Radwanderwegen. Der Rundgang dauert je nach Schritttempo ca. 30-60 min. Danach könnte sich eine kleine Stärkung in der beliebten Kallenhardter Gastronmie anschließen.

Die Stationen:

innerhalb des historischen Ortskerns:

  • Willkommen in Kallenhardt
  • Obere Pforte und Stadtmauer
  • Kath. Pfarrkirche St. Clemens Kallehardt
  • Ostervelde Schule - Kath. Grundschule
  • ehem. Burg Kallenhardt
  • Steinpforte
  • Blick auf Schloß Körtlinghausen
  • Untere Pforte
  • historisches Rathaus
  • Stadtmauer


außerhalb des historischen Ortskerns:

  • Dorfpark mit Sportanlagen
  • Kallenhardt Heide - Ortsteil von Kallenhardt
Tafel 1 "Startpunkt"
Tafel 1

Willkommen in Kallenhardt
Kallenhardt liegt ca. 450 m ü. NN auf dem Bergkegel, den die Pfarrkirche krönt.

Die weithin sichtbare Stadtsilhouette ist das stets wiederkehrende Orientierungs-merkmal in der weiten Landschaft. Der Grundriß des Altstadtkerns hat sich über Jahrhunderte bis zum 19. Jhdt.

Tafel 2 "Oberes Tor und Stadtmauer"
Tafel 2

1274-1297 wurde der Burgberg zu einer befestigten Stadt mit einer rund 700 m langen Ringmauer und drei Stadttoren ausgebaut.

Alle Befestigungsanlagen einschließlich der Tore wurden ab 1810 geschleift (geschleift = abgebrochen) und

Tafel 3: Kath. Kirche St. Clemens
Tafel 3

Die erste kath. Pfarrkirche mit einem eigenen Friedhof lag beim Haupthof von Ostervelde. Sie existierte bereits um 1000 n. Chr. und war, wie zu der Zeit üblich, vermutlich ein Rechteckbau mit runder Ostabsis.

Bald nach Gründung der Stadt Ende des 13. Jhdt. wurde die neue Pfarrkirche errichtet und dem Hl. Clemens geweiht.

Tafel 4: Kath. Grundschule
Tafel 4: Grundschule

Schon für die Zeit der Stadtgründung um 1300 n. Chr. darf auch für Kallenhardt eine Schule vermutet werden. Das erste Schulhaus war die „Küsterei auf der Kirchhofsmauer“. Die ersten Lehrer waren zugleich Geistliche, Küster, Schulmeister, Kantor oder Stadt- und Gerichtsschreiber, in der Regel von Jahr zu Jahr verpflichtet. 1587 erhielt der Lehrer jährlich für seine

Tafel 5: Kallenhardter Burg
Tafel 5: Kallenhardter Burg

Hier, am höchsten Punkt der „kahlen Hardt“, wo im Westen der Berg steil abfällt, wurde 1216-1225 die Burg zur Sicherung der Grenzen des Kölner Territoriums von Bischof Engelbert errichtet. Schon 1254 wurde die Burg durch Bischof Simon v. Paderborn zerstört, bei Gefahr bot der heutige Kirchturm die letzte Zuflucht.

Tafel 6: Steinpforte
Tafel 6: Steinpforte

Eines der drei Stadttore der ehemaligen Stadt Kallenhardt stand an dieser Stelle. Durch die Steinpforte gelangte man über die noch in der Flur vorhandenen Wege nach Altenrüthen, Suttrop, Warstein und Schloß Körtlinghausen. Der Waldgürtel „Stein“ der Kallenhardt geografisch von Suttrop trennt, gab diesem Tor vermutlich den Namen.

Tafel 7: Ostervelde und Schloß Körtlinghausen
Tafel 7: Ostervelde und Schloß Körtlinghausen

Hier am Nordhang von Kallenhardt, auf dem Weg zum heutigen Schloß Körtlinghausen, lag der Ursprung Kallenhardts, der Haupthof und die erste Kirche „Ostervelde“.
Schloß Körtlinghausen war Ende des 14. Jhdt. im Besitz der Freiherren von Schorlemer. Seit dem 16. Jhdt. gehörte es der Familie von Hanxleden und seit 1645 den Herren von Weichs.

Tafel 8: Untere Pforte
Tafel 8: Untere Pforte

Von den drei Stadttoren war die untere Pforte die unscheinbarste; ein einfacher, schmaler Durchlaß zwischen zwei Häusern, der nach innen enger wurde. Diese Pforte diente vorwiegend dem Zugang zu den Feldern, dem Viehtrieb und besonders dem Weg zur ehemaligen Stadtmühle. Das Müllergewerbe war für Kallenhardt ein wichtiger Gewerbezweig.

Tafel 9: Das Rathaus
Tafel 9: Das Rathaus

Mit der Stadtgründung in der 2. Hälfte des 13. Jhdt. und der Ausübung der neuen städtischen Verfassungsrechte mit Bürgermeister, Magistrat und Richter wurde das massive Rathaus gebaut. Unmittelbar neben dem Rathaus ragte der Pranger empor, auch Schandpfahl oder „Kak“ genannt.

Tafel 10: Stadtmauer - Erweiterung der Stadt
Tafel 10: Stadtmauer - Erweiterung der Stadt

Von hier aus hat man einen Blick über den südlichen Teil der Neubebauung und die Landschaft des Glennetals.

Die Stadtmauer war ringsum von einem Hagen umgeben, der als zusätzlicher Schutz gegen Angriffe diente. Als Kallenhardt seine Bedeutung als Grenzfeste verloren hatte, verlor auch der Hagen seinen Sinn.

Tafel 11: Dorfpark mit Sportanlagen
Tafel 11: Dorfpark mit Sportanlagen

Neben der Schützenhalle ist der Dorfpark, der in den Jahren 1969 – 72 zusammen mit Sportplatz und Turnhalle inmitten des Ortes angelegt wurde, der Bereich, in dem Veranstaltungen und Feiern stattfinden. Hier treffen sich besonders im Sommer die Bürger und Bürgerinnen vor der eindrucksvollen Kulisse unserer Pfarrkirche St. Clemens im Hintergrund.

Tafel 12: Kallenhardter Heide
Tafel 12: Kallenhardter Heide

Nach dem verheerenden Stadtbrand im Jahre 1791, bei dem ganze Straßenzüge einem Großfeuer zum Opfer gefallen waren, entschlossen sich viele Stadtbürger, die Enge der Stadt zu verlassen. Die Stadtmauer, die ohnehin keinen Schutz mehr bot, die schwierige Lage auf dem Berge, die weiten Wege zu den Feldern und Wäldern,



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